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Grundlagen des barrierefreien Bauens

Barrierefreiheit für alle Nutzer ist eine Querschnittsaufgabe für uns als Architekten und Landschaftsplaner und ist nicht auf die Gruppe der Rollstuhlfahrer zu reduzieren. Große Türen und breite Flure, ausreichende Bewegungsflächen, gut sichtbare Orientierungssysteme oder farbliche Kontraste nützen ebenso der Familie mit Kinderwagen, wie auch dem eiligen Manager, der sich in einem ihm unbekannten Gebäude schnell und sicher orientieren möchte und sich über großzügige Türen und Flure freut.
Barrierefreiheit richtet sich also nicht ausschließlich an Behinderte, sondern
orientiert sich an der Personengruppe mit den größten Bedürfnissen. Beim Eingang einer Gaststätte könnte dies z. B. die Braut im Brautkleid sein, die durch eine zu schmale Türöffnung nicht zur Festgesellschaft gelangen würde.
Für Menschen mit einem Handicap bedeutet Barrierefreiheit häufig, dass sie die Möglichkeit erhalten, ihre Umgebung mit 2 Sinnen erfassen zu können (z. B. sehen und fühlen). Beim Fehlen eines Sinnes kann so mit dem 2. Sinn die erforderliche Nutzung bzw. Orientierung im Gebäude ermöglicht werden.
Als Planungsgrundlage für barrierefreies Bauen wurde aktuell die DIN 18 040 eingeführt, wobei auch ergänzende Gesetze, wie z. B. das Gaststättengesetz zu berücksichtigen sind, in dem vorgegeben ist, dass Gaststätten behindertengerecht zu errichten sind. Aber auch andere DIN-Normen wie die DIN 18 041 „Hörsamkeit in kleinen und mittelgroßen Räumen“ oder die DIN 32 975 über optische Kontraste geben wichtige Hinweise für barrierefreies Bauen.
Bei der Integration behinderter Menschen in das Berufsleben helfen insbesondere die Integrationsämter. Ansprechpartner in Schleswig-Holstein ist das Landesamt für soziale Dienste in Neumünster. Außerdem hilft der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung im Kieler Sozialministerium
Eine besondere Herausforderung ist der Umbau vorhandener Gebäude und Außenanlagen, um den Nutzern einen Verbleib in ihrer gewohnten Umgebung zu ermögliche... [text truncated]

Branche:

Barrierefreiheit

Werkbericht:

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